goodblog: Kokosmilch selbermachen

Kokosmilch selbermachen – oder nicht?*

24. Oktober 2017 , In: Ernährung
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Gut ist: Kokos im Essen, Kokos im Trinken

Ich ess‘ ja gern regional, am liebsten selbstgezogenes Zeugs (sprich: Obst, Gemüse und auch Tierisches von vertrauensvollen Dealern rund um mich). Nichts desto trotz – man möge es mir nachsehen – gönne ich mir auch hin und wieder gerne Exotisches. Eine Mango, eine Passionsfrucht, aber auch Kokosnüsse, -raspeln oder Kokosmilch.

Dabei bin ich immer besonders bedacht darauf, zu betonen, dass hier, am goodblog, bittschen alles auf einer realistischen, nicht fundamentalistischen Basis betrieben werden soll. Man esse Kräuter, aber nicht nur. Man kann Brot selbst backen, aber muss nicht. Man esse regional, saisonal, wohlüberlegt. Und man darf Ausnahmen machen.

Anspruchsvoll exotisch

Einer der Vorzüge unserer modernen, globalisierten Welt ist zweifelsohne die Verfügbarkeit aller möglichen und unmöglichen Produkte. Das ist Fluch und Segen gleichermaßen, klar. Ich werde an dieser Stelle keine Abhandlung über die Vor- und Nachteile der Globalisierung an sich bieten. Was ich allerdings dringend möchte, ist, euch auf eure Wahlmöglichkeit hinzuweisen.

Mit jeder einzelnen eurer Kaufentscheidungen unterstützt ihr jemanden (und entscheidet euch vice versa gegen das Angebot der anderen). Der Preis ist selbstverständlich ein Argument. Doch nicht das einzige! Hinterfragt doch bitte Qualität und Produktionsbedingungen, im Idealfall. Ich selbst betreibe zwar keine Wissenschaft daraus, aber mach mir in jedem Fall Gedanken. So kommt’s dann auch, dass ich lieber seltener Fleisch esse, dafür aber hochwertiges aus vertrauensvollen Betrieben. Gleiches gilt für Exotisches. Ich gönn‘ mir schon mal eine saftige Mango. Aber lieber die teurere Bio-Frucht (und ja, ich weiß, Bio ist auch nicht das Non-plus-ultra, aber bei Produkten, die ich ohnehin nur aus dem Ausland bekomme, entscheidet das Siegel meist die Wahl). Kokosmilch und Kokosöl sind auch solche Produkte, die meiner Meinung nach aufgrund ihres NomNomNom-Faktors ab und an auf den Gabentisch müssen. Und auch hier gilt: bitte nicht iiiirgendwas kaufen.

goodblog: Kokosmilch selbermachen

Kokosmilch selbermachen

Weil ich Dosenprodukte nicht ganz so favorisiere, wagte ich den Versuch, meine begehrte Kokosmilch selbst herzustellen. Kokosmilch finde ich extrem toll in Currys, aber auch zum Trinken. Ausgehend von meinen Erfahrungen in punkto Cashewmilch und Hafermilch selbermachen bin ich das wie folgt angegangen:

  1. Eine ganze Kokosnuss öffnen (Kokoswasser ableeren, zum Trinken!) und das Fruchtfleisch herauslösen.
  2. Fruchtfleisch in der Küchenmaschine/Thermomix zerkleinern.
  3. Je nach Menge 500-1.000 ml Wasser zugeben.
  4. Ca. 5 Min./100 Grad/Stufe 1 kochen; klappt natürlich auch im normalen Kochtopf. goodblog: Kokosmilch selbermachen
  5. Anschließend ev. nochmals pürieren, durch ein Tuch oder ein feines Sieb abseihen, Kokosmasse ausdrücken.

Fertig!

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Die verbleibende Masse wird selbstverständlich nicht weggeworfen. Die Kokosraspeln wanderten in meinem Fall wieder zurück in den Topf, um gemeinsam mit Schokoraspeln zu einem leckerschmecker-flaumigen Kokoskuchen verzaubert zu werden.

goodblog: Kokosmilch selbermachen - Kokosraspelngoodblog: Kokosmilch selbermachen - Kokoskuchen mit Schokolade aus den Kokosraspelngoodblog: Kokosmilch selbermachen - Kokoskuchen aus den Kokosraspeln

Wer Kokosmilch selbermachen will, benötigt übrigens nicht notwendigerweise eine ganze Kokosnuss. Es klappt auch problemlos mit Kokosraspeln aus dem Geschäft.

Kokosmilch aus Kokosmus

Kürzlich bin ich allerdings auf eine noch simplere Variante der Herstellung aufmerksam gemacht worden. Dass mir das selbst nicht eingefallen ist, berührt mich fast schon ein bisserl unangenehm… denn Mandelmilch mach‘ ich laufend genauso. Ein oder zwei Löffel Mus auf einen Liter Wasser in die Hochleistungs-Küchenmaschine oder den Blender geben, auf höchster Stufe einige Sekunden herumwirbeln, zack, fertig ist die Pflanzenmilch!

Auf die Idee gebracht hat mich zugegebener Weise der Lieferant selbst. Eine Linzer Firma nämlich, die sich auf den Vertrieb hochwertiger Lebensmittel aus dem In- und Ausland spezialisiert hat. Und ich würd’s euch nicht erzählen, wenn ich nicht probiert und für absolut tauglich befunden hätte, was es da so gibt, beispielsweise eben das Kokosmus in Bio-Qualität:

goodblog: Kokosmilch selbermachen - aus Kokosmus

Was ich besonders praktikabel an dieser Variante find, ist die Tatsache, dass ich somit keine lästigen Dosen voller Kokosmilch mehr vorrätig haben muss. Die sind meist doppelt so groß, als ich sie grad benötige und lassen mehr Müll entstehen, als nötig. Das große Glas Mus hingegen parkt in der Kellerlade meines Kühlschranks und hält lange. Perfekt für meine unregelmäßigen Kochgepflogenheiten!

Kokosöl in Bio-Qualität

Das Einzige, was ein ganz kleines bisserl nervt, ist, dass man sich erstmal durch eine feste Schicht Kokosöl bohren muss, um im Glas das Kokosmus zu erreichen. Das ist aber ganz natürlich, kennt man ja auch von der Kokosmilch aus der Dose, dass sich das Fett absetzt. Macht mir aber nix, ich verwende dieses Öl schlicht und ergreifend wie anderes Kokosöl auch: zum Braten oder Anrösten meiner Haferflocken fürs warme Frühstück. Und das Kokosmus selbst wird ohnehin gleich wieder weich, sobald man es ein wenig erwärmt.

Und weil ich mich so für die Produkte von den Linzer Essential Foods interessiert hab, schickte man mir kurzerhand ein Glas reines Kokosöl in Bio-Qualität mit.

goodblog: Kokosmilch selbermachen - Kokosöl

Wie schon gesagt: Ich ernähre mich weder vegan noch vegetarisch, ergänze meine Ernährung aber gerne mit hochwertigen pflanzlichen Fetten und gestalte sie möglichst abwechslungsreich. Daher freu ich mich insbesondere, gerade für heikle Belange wie hochwertige Produkte aus fernen Ländern jemanden gefunden zu haben, der sein Geld damit verdient, die optimale Qualität ausfindig zu machen. (Übrigens nicht nur aus dem Ausland! Ich verspreche, es folgt in Kürzer ein Beitrag aus Österreich zum Thema ;-))

Was ich außerdem super finde:

Ich darf auch für euch ein Set aus zwei Gläsern, je 1x Kokosmus und 1x Kokosöl, verlosen!
Das Gewinnspiel findet in Kürze auf Facebook statt. Schaut also regelmäßig vorbei dort, um die volle Kokos-Ladung nicht zu verpassen!

Maaahlzeit <3

* Werbung // In freundlicher Zusammenarbeit mit Essential Foods.
  1. Pingback: Herbstlicher geila Sch*: Kürbismuffins | goodblog – So viel Gutes!

  2. Antworten

    Servus Carmen,
    da gehts mir wie dir. Ich liebe Kokosmilch, aber mit den Dosen werde ich nicht glücklich. Aber ganz verzichten mag ich auch nicht darauf. Ist einfach zu lecker. Mit Kokosmus habe ich es schon öfter probiert. Ist ok, aber geschmacklich nicht ganz so intensiv. Ich werde mal deine anderen Varianten testen. Allerdings brauch ich dann einen Mixer….

      • Carmen
      • 5. November 2017
      Antworten

      Hallo Susanne!
      Ja hach, ganz weglassen ist irgendwie auch keine Option, hehe… zwecks Mixer: Das sollt in so einem ordentlichen Standmixer bzw. Smoothiemaker auch zu machen sein, hab ich mir sagen lassen. Damit habs ich selbst allerdings noch nicht ausprobiert. Gutes Gelingen wünsch ich dir jedenfalls, freu mich, wenn du mich wissen lässt, obs hinghaut hat :-)
      Alles Liebe und schönen Sonntag,
      Carmen

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