goodblog: Rote-Rüben-Smoothie

Superfood: Rote-Rüben-Smoothie

23. Februar 2016 , In: Ernährung
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Gut ist: mit Lebensmitteln zu experimentieren

Liebe Leute, haltet euch fest: Was hier am Titelbild so wunderbar beerig daherkommt, ist nicht etwa dank der fruchtigen Farbe reifer Himbeeren so schön pink. Nein, ganz daneben. Dieser Farbgeber wächst nicht in der prallen Sonne, sondern zieht seine Energie aus dem dunklen Nährboden der Erde. Die ganz Spitzfindigen unter euch werden mir wohl dank des Titels schon auf die Schliche gekommen sein… jawohl, es ist ein Rote-Rüben-Smoothie.

Rote Rüben, Rote Bete oder Rauna

Das kleine Kraftpaket trägt viele Namen. Wie man es bezeichnet, ist ihm ähnlich wurscht wie die Qualität des Bodens, auf dem es wächst. Die knallige Rübe ist dabei nämlich relativ anspruchslos, lediglich eine gleichmäßige Feuchte während ihres Wachstums schätzt sie schon sehr. Und wenn’s dann so weit ist und geerntet werden kann, lässt sie sich problemlos über mehrere Wintermonate hinweg lagern.

Darum lasse ich euch auch gerade jetzt diese Anregung zur Resteverwertung zukommen. Ich selbst bin eigentlich kein großer Smoothie-Fan, da ich der Meinung bin, dass viele den Trend überreizen. Kaum jemand fragt sich dabei, ob unser Körper derart zerkeinerte und dadurch aufgespaltete Nährstoffe eigentlich auch genauso gut verwerten kann, wie wenn das Obst auf herkömmliche Art und Weise gegessen wird. Das Kauen an sich ist ja schon ein ganz anderer Prozess, der mit der Einspeichelung der Nahrung schon den Start der Verdauung darstellt. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass man alles für sich selbst reflektieren und einen goldenen Mittelweg finden sollte. Für mich persönlich bedeutet das, dass ich nicht jeden Tag meinen grünen Smoothie trinke, auch nicht regelmäßig einen Rote-Rüben-Smoothie – aber wenn noch was übrig ist, gehört es verwertet! Ernährung punktet durch Ausgewogenheit, aber auch durch Achtsamkeit. Ich will meistens erkennen, was ich vorgesetzt bekomme, aber wenn das Zuviel an Obst und Gemüse in meinen Vorräten verdirbt, hat auch keiner etwas davon. Dann ist der Zeitpunkt reif für ein neues Experiment, das als Abwechslung bestimmt auch dem Körper wohl tut.

Rund und gsund

Rote Rüben gehören zu den gesündesten Lebensmitteln, die uns regional zur Verfügung stehen. Das Superfood stimuliert die Funktion der Leberzellen, kräftigt die Gallenblase, begünstigt Verdauung und Stoffwechsel und schützt Herz und Blutgefäße. Rote Rüben wirken stimmungsaufhellend, werden in der naturheilkundlichen Rübentherapie als Präventivmaßnahme gegen gewisse Krebsarten eingesetzt und helfen beim Entgiften. Rote Rüben beschleunigen den Heilungsprozess und können Akne sowie andere Hautprobleme positiv beeinflussen, sind reich an Folsäure und deshalb insbesondere Schwangeren zu empfehlen und, ach ja, sind wirksam gegen schlechten Atem. Auch gegen Bluthochdruck wird schon mal Rote-Rüben-Saft getrunken. Wer übrigens auf grüne Smoothies schwört, dem seien unbedingt die Blätter der roten Rüben ans Herz (!) zu legen, da diese den Vitalstoffreichtum der Rübe noch um ein Vielfaches übertreffen. Wenn’s nach dem ginge, würden wir uns also alle hauptsächlich von roten Rüben ernähren – wenn da nur der Geschmack nicht wäre. Denn der polarisiert. Viele, und seien es noch so gesundheitsbewusste Leute, mögen ihn einfach nicht. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten des regionalen Superfoods so vielfältig wie die Rübe selbst: Rauna-Salat als klassische Beilage, Rote-Rüben-Risotto für etwas mutigere KöchInnen, gedünstet als Gemüse, um nur einige zu nennen.

Da die Folsäure und viele andere wertvolle Inhaltsstoffe hitzeempfindlich sind, genießt man sie allerdings vorzugsweise roh. Und zwar nicht entsaftet, sondern zerkleinert. Und um den Geschmack ein bisschen abzurunden, kann man dann ein paar andere Zutaten dazuschummeln… und schon entsteht ein Rote-Rüben-Smoothie :-)

goodblog: Rote-Rüben-Smoothie

Rote-Rüben-Smoothie

Zutaten:

1 rohe Rote Rübe
1/2 Mango
1 Banane
etwas frisch gepresster Orangensaft oder Traubensaft (vom Heurigen)

Zubereitung:

Tja, was soll ich sagen, das ist natürlich ein Thermomix-Rezept, denn wie ihr wisst, zähle ich zu den Thermomix-Groupies. In diesem Sinne: Alles schälen, alles rein, ein paar Sekunden auf Stufe 10 und fertig! Je nach gewünschter Konsistenz mehr oder weniger Saft zugeben bzw. cremiger pürieren.
Man kann, soll und darf natürlich mit den Zutaten etwas experimentiern; ich hab auch schon mal eine Variante mit Äpfeln und Papaya gemacht. Wichtig um den Geschmack abzurunden ist jedenfalls die Banane.

Mit mir darf der Rote-Rüben-Smoothie dann schon einmal mit auf den Schoberstein, wo ich meine Wandergefährtinnen schon davon überzeugen konnte, dass er nicht nach Rauna-Salat schmeckt :-)

goodblog: Rote-Rüben-Smoothie am Schoberstein

*) In dem true-fruits-Fläschchen im Bild befindt sich übrigens kein true-fruits-Smoothie; die sind zwar auch ganz gut, aber noch besser ist das, was man selbst macht und in die wiederverwendbaren Flaschen füllen kann :-)

Nähere Informationen über Rote Rüben:

Zentrum der Gesundheit

  1. Antworten

    Lieber Carmen,

    dieser Smoothie ist eine klasse Idee und ich kann mir schon vorstellen, wie gut diese Mischung schmeckt. Leider habe ich gerade keine Rüben daheim sonst würde ich das Rezept gleich mal ausprobieren.
    Was diesen Smoothie Trend betrifft hast du mit Sicherheit recht, aber ich muss zugeben, dass ich auch so gut wie jeden Tag eine selbstgemixte Variante zu mir nehme.

    liebe Grüße
    Rebecca

      • Carmen
      • 14. März 2016
      Antworten

      Liebe Rebecca,
      ich will den Smoothie-Trend auch gar nicht verteufeln, das muss eh jeder für sich selbst entscheiden – ich möchte nur auch die andere Sicht auf die zerhäckselten Bestandteile erwähnen, um vielleiiiicht die Smoothie-TrinkerInnen dennoch ein bisserl reflektieren zu lassen, was man denn da eben teils alltäglich zu sich nimmt ;-)
      Alles Liebe,
      Carmen

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