goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen

Warme-Füße-Salbe selbermachen

10. November 2017 , In: Natur, Wild werden
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Gut sind: Heißmacher für wohlige Wärme von Innen

Draußen zeigt sich alles Grau in Grau. Der Herbst hat uns nun vollkommen im Griff. Auch wenn das Wetter uns für eine stimmungsvolle Wanderung in die Natur lockt, sind die Temperaturen meist doch sehr frisch. Dann tut es umso besser, sich ordentlich einzupacken. Herbstzeit ist nämlich Verkühlungszeit – bei diesem Trend nicht mitzumachen ist wahrlich eine Herausforderung.

Kalte Füße vermeiden

Viele Menschen, vor allem aber doch wir Frauen, leiden im Herbst und Winter schnell unter kalten Füßen. Dabei können diese sowohl Symptom, als auch Auslöser einer Krankheit sein. Die kalten Zehen können etwa auf Durchblutungsstörungen hindeuten. Zieht man sich schlicht nicht warm genug an, riskiert man durch den Wärmeverlust an den Füßen rasch eine Verkühlung.

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Schon mal von Warme-Füße-Salbe gehört?

Aber kalte Füße müssen glücklicherweise auch gar nichts anderes bedeuten, als dass der Winter im Anmarsch ist. Sorgt man durch warme Socken vor, ist man auf der sicheren Seite. Wer sich dennoch kaum erwärmen oder dicke Strümpfe nicht leiden kann, hilft sich am besten von Innen.

Tee und Gewürze

Es kommt nicht von ungefähr, dass der Herbst gerne durch eine gemütliche Kuscheldecke auf der Couch, ein gutes Buch und die unerlässliche Tasse Tee charakterisiert wird. Das Heißgetränk unterstützt die innere Wärme an sich schon. Manche Kräuter und Gewürze legen aber durch ihre Wirkstoffe sogar noch ein Schäufelchen nach: Nelken, Ingwer, Zimt, Muskatnuss, Chili, Pfeffer, Kurkuma, aber auch Knoblauch, um nur einige zu nennen. Da verwundert es gleich viel weniger, dass viele dieser Geschmäcker standardmäßig in Punsch und Weihnachtsbäckerei zu finden sind.

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Zimt und Ingwer wärmen innerlich & äußerlich

Nebenwirkungen der genannten Zutaten sind hier keineswegs zu befürchten, sondern sogar freudigst erwünscht: Knoblauch wirkt nicht nur gegen Vampire als natürliches Schutzschild, sondern auch gegen Bakterien und Parasiten. Außerdem fängt er freie Radikale ab, die in Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs genannt werden. Ingwer stillt Schmerz und vermag eine im Entstehen befindliche Verkühlung oftmals noch auszutreiben – nicht zuletzt durch die Fähigkeit, den Körper durch Wärme beim Ausschwitzen zu unterstützen. Kurkuma ist mit dem Ingwer ohnehin eng verwandt, wird aber seinerseits auch als Superfood gehandelt. Sogar Schwermetalle soll es aus dem Körper leiten.

Äußerlich anwenden

Was die tolle Knolle Ingwer, aber auch Zimt noch kann: die Durchblutung äußerlich fördern, sodass die damit behandelte Stelle erwärmt wird. Hierbei sollte man jedoch unbedingt Vorsicht walten lassen! Denn bei unverdünntem Einsatz auf der direkten Haut kann das schon mal Irritationen und Brennen auslösen.

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An Apple a day…

Ideal zunutze machen kannst du dir diese Eigenschaft in einer Salbe. Ingwer und Zimt in hochwertigem Öl ausgezogen regen richtig an. Gleichzeitig wird die Haut vom Olivenöl verwöhnt. Speziell die Füße werden sich über eine Behandlung mit einer derartigen Warme-Füße-Salbe freuen. Durch die Zugabe von geriebenem Apfel erhält die Haut zudem einen Anti-Aging-Boost und die Schmiere einen wunderbar fruchtigen Geruch.

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…makes the Haut zart, jeeey!

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Die Zutaten hat man meistens sowieso vorrätig:

Warme-Füße-Salbe selbermachen

Zutaten:

  • 100 g hochwertiges Olivenöl
  • 10 g Bienenwachs
  • ½ Apfel
  • eine kleine Knolle frischen oder 1 EL getrockneten, geriebenen Ingwer
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

Und jetzt bloß nicht von den scheinbar vielen Arbeitsschritten abschrecken lassen! Man kann so nebenher an einem einzigen Tag Warme-Füße-Salbe selbermachen. Ich hab’s euch nur inklusive Anmerkungen extra detailliert beschrieben:

  1. Den frischen Ingwer von der Schale befreien.
  2. Reiben Sie den Ingwer am besten mit der Küchenmaschine/Thermomix oder einem Blender fein. Wer kein solches Gerät besitzt, verwendet besser das bereits geriebene getrocknete Ingwerpulver. goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachengoodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  3. Den Apfel dazureiben. goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  4. Öl erwärmen: entweder ganz sanft in einem Topf oder mithilfe einer Kerze im Salbenöfchen. goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  5. Sobald das Öl beginnt, sich ganz leicht zu bewegen, Apfel-Ingwer-Mischung sowie das Zimt hineingeben. goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  6. Lassen Sie die Kerze nun mindestens eine halbe Stunde brennen. Am Herd auf die kleinste Stufe zurückschalten, ziehen lassen. Gelegentlich umrühren, damit die Wirkstoffe überall richtig ins Öl übergehen können. goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  7. Nachziehen lassen. Dafür lösche ich gerne die Kerze aus, um sie einige Stunden später nochmals anzuzünden.
  8. Übrigens: Die Rückstände vom Zerkleinern von Apfel und Ingwer müssen nicht einfach abgewaschen werden. Ich hab etwas Wasser, ein kleines bisschen Honig und einen Schuss Sanddornsaft für einen Powerdrink in die Küchenmaschine gegeben und kurz durchgemischt. Fertig ist die Zero-Waste-Nährstoffbombe! goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen
  9. Wenn das Öl wieder warm ist und noch ein Weilchen ziehen durfte, durch ein Tuch (Passiertuch) abseihen. Das klappt mit warmem Öl tatsächlich besser, da dieses bessere Fließeigenschaften hat.
  10. Die Apfel-Ingwer-Zimt-Mischung nur sanft durch das Tuch ausdrücken, damit nicht zu viel Flüssigkeit aus den frischen Zutaten ins Öl übergeht. Das könnte die Haltbarkeit beeinträchtigen.
  11. Nun das Öl zurück ins Gefäß zum Erwärmen geben, das zerkleinerte Bienenwachs bzw. Bienenwachspellets darin auflösen. Durch Umrühren unterstützen.
  12. Sobald nichts mehr vom Wachs zu sehen ist, kann die Warme-Füße-Salbe in Gläschen abgefüllt werden.
  13. Ohne Deckel erkalten lassen. Idealerweise am nächsten Tag zuschrauben, kühl und dunkel lagern. Mit dieser Salbe kommen Sie locker durch den Winter, sie ist etwa ein halbes Jahr haltbar! goodblog in der NEUEN Vorarlberger Tageszeitung: Warme-Füße-Salbe selbermachen

Ja und dann? Am besten sofort ausprobieren. Wer wie ich anfangs ungläubig ist, tut gut daran, die Warme-Füße-Salbe erstmal nur an einem Fuß zu testen. Ihr sitzt dann wie ich gerade mit einem angenehm warmen linken Fußerl und den standardmäßig kühlen rechten Zehen beim Schreibtisch und fragt euch, warum ihr nicht doch gleich beide eingecremt habt.

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Nix wie los, Wochenende nützen und schon bald warme Fußerl haben!

Diese wärmende Salbe erfreut sich übrigens mittlerweile wieder großer Beliebtheit. Sie begegnet einem in verschiedensten Abwandlungen u.a. bei Gabriele Nedoma oder Daniela Dettling. Ich hab meine eigene Variante davon mit frischen Zutaten gerührt – finde auch du deine!

Wichtig: Hierbei handelt es sich um Empfehlungen. Die Anwendung von Heilpflanzen ersetzt niemals ärztliche Konsultation.
    • Mira
    • 17. November 2017
    Antworten

    Ach wie genial! Ich leide wirklich vom ersten Herbsttag bis zum letzten Frühlingstag jedes Jahr an kalten Füßen. Da helfen auch nicht mehr die hunderttausend Socken, die ich mir anziehe. Die Creme hört sich nicht nur köstlich an, sondern wird vielleicht dann wirklich ausprobiert. Da muss man nur aufpassen, dass sie wirklich auf den Füßen und nicht im Mund landet! ;)
    Alles Liebe,
    Mira

      • Carmen
      • 18. November 2017
      Antworten

      Hehe ja, da muss man aufpassen, dass man sie sich nicht runterschleckt, ääähm :-D
      Gutes Gelingen, da wirst a Freud ham damit, hehe
      Ganz liebe Grüße,
      Carmen

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